Shampoo im Auge? Knoten im Haar? Baden und Waschen ist bei Kinder und Jugendlichen nicht immer beliebt. Die Kosmetikindustrie ist seit Jahrzehnten bemüht, ihre Produktpalette um die junge Kundschaft zu erweitern. Nutzte sie den Nachwuchs Anfang des letzten Jahrhunderts noch, um ihre Produkte den erwachsenen Kunden als besonders schonend nahe zu bringen, entwickelte sie parallel dazu bereits spezielle Kinderprodukte. Um die Jahrtausendwende explodierte das Angebot an Kinderprodukten dann.
Einerseits wurde das Kind als Kaufentscheider entdeckt, andererseits wurden durch Eigenmarken und Internethandel neue Vertriebswege gefunden. Die Ausstellung zeigte die Entwicklung der Körperhygiene mit dem Fokus auf Babys und Kindern vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Zahlreiche Werbegrafiken und Exponate vermittelten, wie die Werbe- und Kosmetikindustrie Bedürfnisse der Käuferschaft erweckt und überholte Rollenklischees auch im 21. Jahrhundert noch befeuert.
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